Sonnenschutz

UV-Strahlung ist kein Kinderkram

Von Claudia Harbinger · 2018

Thema: Sonnenschutz. Mutter spaziert mit Tochter den Strand entlang.

Sonnenbrand im Kindesalter kann später zu Hautkrebs führen. Denn die junge Haut besitzt noch keinen UV-Eigenschutz und kann Schäden durch Sonneneinstrahlung nicht gut reparieren. Vorsichtsmaßnahmen sind deshalb zwingend erforderlich. Moderne Sonnenschutzprodukte bieten Sicherheit und Komfort.

Sonne ist super – sie fördert die Produktion von Serotonin und Vitamin D und sorgt damit für ein gutes Gefühl und starke Knochen. Wichtig ist das vor allem für unsere Kleinsten. Die reagieren aber sehr empfindlich auf die schädlichen Einflüsse der Sonne. Das zeigt jetzt eine Studie des King’s College London. 32 Kinder unter zehn Jahren wurden während eines zwölftägigen Sommerlagers in Polen beobachtet. Die Hauttypen der Sprösslinge reichten von heller Haut – anfällig für Sonnenbrand – bis zu weniger empfindlicher, olivfarbener Haut. Die Forscher konzentrierten sich bei ihren Messungen sowohl auf die Vitamin-D-Werte als auch auf einen Biomarker im Urin, das CPD. Dieses bildet sich bei Reparaturprozessen in der Haut und wird zur Beurteilung von DNA-Schäden, die zu Hautkrebs führen können, herangezogen. Die Intensität der UV-Strahlung wurde mithilfe eines elektronischen Gerätes am Handgelenk dokumentiert. Zusätzlich füllten die Teilnehmer Tagebücher mit Informationen über Sonnenbaden, Sonnencreme und Sonnenbrand aus.

Spezieller Sonnenschutz für Kinder

Ergebnis der Studie: Am Ende des Strandurlaubes konnten die Forscher einen 25-prozentigen Anstieg der Vitamin-D-Konzentrationen nachweisen – aber auch einen fast 13-fach höheren CPD-Wert. „Unsere Studie legt nahe, dass nur geringe Mengen Sonnenexposition benötigt werden, um die ausreichende Versorgung mit Vitamin D zu gewährleisten. Daher sollten wir sicherstellen, dass Kinder bei längerem Spielen im Freien immer ausreichend Sonnenschutz haben. Dies sollte in Form von Sonnencreme, Kleidung und Kopfbedeckung und der Nutzung von Schatten erfolgen, auch wenn das Wetter nicht so sonnig erscheint“, schlussfolgert Antony Young, leitender Autor der Studie und Professor am St. John’s Institut für Dermatologie am King’s College London.

Unabdingbar ist somit die Verwendung spezieller Sonnenschutzmittel für Kinder. Diese Produkte haben einen hohen oder sehr hohen Schutzfaktor. Empfohlen werden fett- und feuchtigkeitsspendende Mittel, die vor UV-A- und UV-B-Strahlen schützen und wasserfest sind. Sie sollten insbesondere für Babys frei von Parfum sein und keine Farb- und Konservierungsstoffe enthalten. Es gibt sie als Spray, Creme oder Lotion.

Unterschiedliche Wirkstoffe

Bei Sonnenschutzmitteln gibt es zwei Systeme: Beim chemischen Lichtschutz sind im Produkt organische Verbindungen gelöst, die als Filter fungieren. Diese Produkte dringen in die Haut ein und bilden mit ihr den Schutzfilm. Der Deutsche Haut- und Allergiehilfe e. V. rät, darauf zu achten, dass keine Filtersubstanzen verwendet werden, die im Verdacht stehen, hormonell zu wirken. Mineralischer Lichtschutz bildet dagegen eine Schutzschicht auf der Haut, an der die Strahlung abprallt. Werden diese Produkte in notwendiger Dicke aufgetragen, hinterlassen sie einen weißen Film. Das liegt an den Substanzen Titan- und Zinkoxid. Um diesen Film zu reduzieren, werden manchmal Nanopartikel verwendet, was nicht alle Experten gutheißen. Neuere Sonnenschutzmittel kombinieren mineralische und chemische UV-Filter, um die Vorteile beider zu nutzen und unerwünschte Wirkungen zu minimieren.

Mehr ist besser

Großzügig eingecremt werden müssen alle Körperteile, die nicht bedeckt sind, also zumindest Hände, Fußrücken und Gesicht. Und das am besten eine halbe Stunde bevor es ins Grüne oder an den Strand geht, damit der Lichtschutzfaktor rechtzeitig wirken kann. Schwitzen, Plantschen und Abrieb durch Rumtollen bringen es mit sich, dass häufiger gründlich nachgecremt werden muss. Das gilt auch für wasserfesten Sonnenschutz. Wichtig: Wiederholtes Auftragen verlängert nicht die auf der Packung angegebene Schutzdauer!

Kinder ahmen gerne ihre Eltern nach. Gehen diese mit gutem Beispiel voran und bringen ihrem Nachwuchs außerdem spielerisch die Sonnenschutzregeln bei, gibt es weniger Gequengel und neben ausreichendem Schutz auch mehr Spaß. Einige Produkte versuchen, dies mit bunten Verpackungen und leichter und schneller Handhabbarkeit zu unterstützen.

Und wie kommt der Sonnenschutz abends nun wieder runter? Am besten wird er in der Wanne oder unter der Dusche mit einer milden, seifenfreien Waschlotion abgewaschen. Danach empfiehlt sich, eine Feuchtigkeitspflege wie Babylotion oder -öl aufzutragen. Dann ist die Kinderhaut glücklich und der Nachwuchs auch.

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