Bewegung

Die Hüften schwingen lassen

Von Tobias Lemser · 2017

Kinder in der Freizeit nach draußen zu schicken, wird für Eltern immer schwieriger. Neueste Apps, Computerspiele oder Fernsehserien machen die Kids zu wahren Stubenhockern – mit gravierenden Auswirkungen. Das Gute: Eltern können jederzeit gegensteuern und den Grundstein für eine gute Motorik und geistige Fitness legen.

 Kind an der Spielkonsole

Tablet auf dem Sofa, Handy neben dem Kopfkissen, Fernbedienung auf der Sessellehne: Es gibt kaum noch ein Zuhause, das nicht mit digitaler Technik übersäht ist. Kein Wunder, dass da bereits unsere Jüngsten die Hände kaum davonlassen können – mit erheblichen Folgen. So fand eine Studie der mhplus Krankenkasse unter 1.000 Müttern und Vätern in Deutschland im vergangenen Jahr heraus, dass 40 Prozent der Kinder lieber drinnen vor dem Laptop oder Fernseher sitzen, anstatt mit Freunden draußen zu toben. 

Bewegungsmangel bei Kindern: Körperliche und psychische Defizite drohen

Besonders absurd: Obwohl 87 Prozent der Eltern die Erfahrung gemacht haben, dass ihr Kind ausgeglichener ist, wenn es körperlich aktiv ist, sorgen sie gleichzeitig immer seltener für Bewegung. Insbesondere aufgrund von Bewegungsmangel haben körperliche und psychische Probleme erheblich zugenommen. Deutlich wird dies in Form von Konzentrationsschwäche, Verhaltensauffälligkeiten sowie durch Übergewicht und Diabetes. Und nicht nur das: Kinder, die sich nur unzureichend bewegen, sind öfter antriebslos und haben zudem Defizite in der Alltagsmotorik. 

Aktives Familienleben fördern

Fakt ist: Um gesund und fit zu bleiben, sollten sich unsere Sprösslinge jeden Tag rund eine Stunde moderat bis lebhaft bewegen. Dies steigert nicht nur Kraft, Ausdauer und Koordination, sondern festigt zudem die Knochen. Egal ob beim Fußballspielen, Fahrradfahren oder Tanzen: Bewegung aktiviert zudem die Nervenzellen und stärkt die neuronalen Verbindungen, um geistig fit zu sein. Apropos Tanzen: Mainzer Sportwissenschaftler gehen davon aus, dass sich künstlerische Bildung positiv auf Kinder und ihre Lehr- und Lernumgebung auswirkt. Um diese Annahme wissenschaftlich zu untermauern, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung ganz aktuell ein dreijähriges Projekt zur kulturellen Bildungsforschung im Tanz bewilligt. Zusammen mit mehreren Universitäten wollen die Mainzer Forscher der Frage nachgehen, inwieweit Tanzen die kulturelle Bildung fördern kann. Zudem soll in dem zu entwickelnden Test erfasst werden, wie sich Tanzen auf das Selbstkonzept des Kindes auswirkt. Musik ab!

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